Kultur und Bildung
Wissenschaft
Rain Man
Dienstag, 20. Dezember 2011, 20:00 Uhr
Schauspiel von Dan Gordon
Mit Rufus Beck, Karl Walter Sprungala, Birte Wentzek u.a.
Übersetzung: Frank-Thomas Mende
Inszenierung: Manfred Langner
Ausstattung: Dietmar Teßmann
Altes Schauspielhaus
Stuttgart
ABO I und III
und freier Verkauf
Charlie Babbitt, ein karrierebewusster, egozentrischer Yuppie aus Los Angeles, erlebt nach dem Tod seines Vaters eine böse Überraschung: Sein gesamtes Vermögen geht an einen mysteriösen, anonymen Erben in einer Klinik. Charlie versucht, der Sache auf den Grund zu gehen, und begegnet so Raymond, seinem autistischen älteren Bruder, von dessen Existenz er bislang nichts ahnte. In der Hoffnung, doch noch an das Geld zu gelangen, entführt der skrupellose Charlie seinen Bruder kurzerhand aus dem Heim.
Doch die lange Autofahrt von Cincinnati nach Los Angeles steht unter keinem guten Stern, denn Charlie geht die kauzige Art seines Bruders bald auf die Nerven. Doch spätestens als Charlie merkt, dass Raymond über ein phänomenales Gedächtnis verfügt, beginnt er seinen Bruder mit anderen Augen zu sehen und entdeckt allmählich einen liebenswerten Menschen in ihm. Langsam kommen sich die beiden näher, und der abenteuerliche Road-Trip wird zur lebensverändernden Erfahrung...
Aus dem Drehbuch des gleichnamigen Films von 1988, in dem Dustin Hoffman und Tom Cruise die Hauptrollen spielten, schuf Dan Gordon ein kongeniales Theaterstück, das anrührend und witzig von der behutsamen Annäherung zweier ungleicher Menschen erzählt, das den Zuschauern das Thema Autismus näherbringt – und das vor allem großartige Unterhaltung bietet.
Die Rolle des Charlie spielt Rufus Beck, der u.a. durch Kinofilme wie 'Der bewegte Mann' und mehr als 60 TV-Produktionen bekannt wurde. Sein spektakuläres Bühnendebüt gab er 1989 am Bayerischen Staatsschauspiel München als Franz Moor in 'Die Räuber', wofür ihn 'Theater Heute' zum 'Nachwuchsschauspieler des Jahres' kürte. Es folgten Engagements an großen Häusern wie den Münchner Kammerspielen und dem Berliner Ensemble.
»Die Inszenierung von Manfred Langner ist ein grandioser, temporeicher Erfolg. Abwechslungsreich, voller Leben und mit vielen Überraschungen vergehen zwei Stunden Aufführung wie im Flug. Trotz vieler lustiger Momente wird hier eine psychische Krankheit nicht zur Schau gestellt, eher werden die Potenziale ausgelotet.«
Stuttgarter Nachrichten

