Kultur und Bildung
Wissenschaft
November
Donnerstag, 1. Dezember 2011, 20:00 Uhr
Politfarce von David Mamet
Mit Jochen Busse, René Heinersdorff, Claudia Scarpatetti u.a.
Inszenierung: René Heinersdorff
Theater an der Kö
Düsseldorf
ABO IV
und freier Verkauf
Der amerikanische Präsident kämpft um seine Wiederwahl. Die Umfragewerte und Haushaltszahlen sind im Keller, die Bilanz der ersten Amtszeit ist mehr als miserabel. Zusammen mit seinem Staatssekretär setzt der Präsident alle Hebel der Korruption in Bewegung, um für den Endspurt seines Wahlkampfs genug Geld zusammenzubekommen.
So soll der Verband der Truthahnzüchter, der dem Weißen Haus alljährlich zu Thanksgiving einen Truthahn zum Zwecke der rituellen Begnadigung zur Verfügung stellt, für diese PR-Aktion mehr zahlen als bisher und winkt entrüstet ab. Auch mit der Schweinefleisch- und Thunfischlobby ist kein Geschäft zu machen, und so ruht alle Hoffnung auf der Macht des Wortes: Die brillante Redenschreiberin des Präsidenten könnte die alles entscheidende Ansprache entwerfen, doch sie fordert dafür einen hohen Preis. Als nun auch noch der Indianerhäuptling Dwight Grackle voller Rachedurst ins Oval Office eindringt, ist das Chaos perfekt.
David Mamet, einer der führenden lebenden amerikanischen Dramatiker, hat schon als Co-Autor des Films 'Wag the Dog' messerscharf gezeichnet, welche Abgründe sich unter Umständen hinter einer schmucken Fassade auftun können – am Beispiel der amerikanischen Politik entlarvt er politische Strukturen, wie sie für jeden Stadtrat oder auch die deutsche Bundespolitik gelten. Die Rolle des amerikanischen Präsidenten bietet Jochen Busse die Möglichkeit, alle Facetten seines Könnens zu zeigen. Er zählt zu den vielseitigsten darstellenden Künstlern dieser Republik; als Kabarettist und Moderator machte er sich ebenso einen Namen wie als Schauspieler. 2010 erhielt er den Ehrenpreis des Deutschen Kleinkunstpreises.
»(…) Jochen Busse in Bestform. Er skizziert das überspitzte Bild eines machthungrigen Politikers, der sich die Welt immer so zurecht zimmert, wie er es in diesem Moment braucht. Dabei beschleicht einen das ungute, aber amüsante Gefühl, es könnte nicht nur im Weißen Haus so zugehen…«
Rheinische Post

