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Jedermann - Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes

Mittwoch, 23. November 2011, 20:00 Uhr

Mysterienspiel von Hugo von Hofmannsthal

Mit Holger Schwiers, Ellen Schwiers, Thomas Ney u.a.
Inszenierung: Ellen Schwiers
Co-Regie: Katerina Jacob
Musik: Sergio Vesely
Bühnenbild und Kostüme: Heidrun Schmelzer

Das Ensemble

ABO III
und freier Verkauf

Jedermann

Der genusssüchtige, hartherzige Jedermann wird mitten aus dem bunten Leben auf Geheiß Gottes vom Tod abgeholt. Eben noch hat er die guten Ratschläge seiner Mutter in den Wind geschlagen, hat höhnisch die Bitten um Hilfe seiner armen Nachbarn und Schuldner abgewiesen. Jetzt, angesichts des Todes, verlassen ihn alle Freunde, seine Buhle, seine Verwandten, für seinen Reichtum kann er sich nichts mehr kaufen; er verzweifelt. Im Grabe, in das ihm die von ihm vernachlässigten 'Guten Werke' und der 'Glaube' als allegorische Figuren fürbittend folgen, betet er um Erbarmen. Gott verzeiht – der Teufel, der sich dieser verluderten Seele sicher war, muss unverrichteter Dinge wütend abziehen.

Ein im 16. Jahrhundert gedrucktes englisches Mysterienspiel diente Hugo von Hofmannsthal als Vorlage für seinen 'Jedermann'. Erst mit dem Buch- und Bühnenerfolg wurde Hofmannsthal bewusst, dass er in der Restaurierung des alten Spiels weit mehr geleistet hatte als nur eine Wiederbelebung, dass es sein schöpferischer Eigenanteil war, der das hohe Ziel der Eingliederung des Stücks ins deutsche Theaterrepertoire erst ermöglichte. Seit der Uraufführung 1911 ist die Publikumswirkung ungebrochen.

Mit 'Jedermann' ist Ellen Schwiers' große Karriere eng verbunden. Sie brillierte in der Rolle der Buhlschaft 1961/62 an den Salzburger Festspielen, nun hat sie das Werk neu inszeniert und ist auf der Bühne als Jedermanns Mutter zu erleben. Im Theater am Ring spielte Ellen Schwiers zuletzt Martha Jellneck in dem gleichnamigen Stück von Beate Langmaack. Sie erhielt hierfür von der Inthega den 1. Preis in der Sparte Schauspiel und zudem den Sonderpreis für ihr Lebenswerk. »Als Schauspielerin, als Regisseurin bietet sie zusammen mit ihrem Ensemble Qualität, das zu allererst, und sie macht noch in jeder Aufführung deutlich, dass sie am rechten Platz ist, dass ihr Spiel- und Lebensraum eins sind«, hieß es in der Laudatio.

»Es wurde dunkel auf der Bühne; ein paar Sekunden verharrten die Zuschauer still, immer noch gebannt, und dann brandete der Applaus los.«
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