Kultur und Bildung
Wissenschaft
Die Wahrheit
Freitag, 20. Januar 2012, 20:00 Uhr
Schauspiel von Florian Zeller
Mit Helmut Zierl, Karin Boyd u.a.
Euro-Studio Landgraf
ABO I
und freier Verkauf
Fassungslos sieht Michel, wie sein so kunstvoll errichtetes Beziehungskartenhaus, in dem er sich mit seinem verzwickten Liebesleben zwischen Frau und Geliebter – ausgerechnet mit seinem besten Freund verheiratet – so genussvoll eingerichtet hatte, zusammenstürzt. Durch viele sehr komische Zufälle erfährt er, dass die anderen Drei ebenbürtige Meister des Bluffs und der Täuschung sind.
Was ist in den Beziehungen der zwei Paare überhaupt die Wahrheit? Immer, wenn man glaubt, sie zu kennen, stellt Autor Florian Zeller dramaturgisch durchtrieben alles wieder auf den Kopf, sodass man bis zum überraschenden Schluss in Atem gehalten wird. 1979 geboren, ist Florian Zeller der neue Shootingstar der französischen Theaterlandschaft. Eine seiner höchsten Qualitäten ist die Fähigkeit, zündende temporeiche Dialoge zu schreiben – sein Stil wurde nicht umsonst mit dem von Françoise Sagan verglichen. Eine weitere Besonderheit ist die Leichtigkeit, mit der es Zeller gelingt, nicht eindimensionale Typen, sondern Menschen auf die Bühne zu stellen, einzigartige Charaktere zu entwickeln.
Der beliebte Schauspieler Helmut Zierl hat sich nach weit über 100 Fernsehrollen für seine erste Theatertournee überhaupt den erfinderischen Lügenbaron Michel ausgesucht. Helmut Zierl hat sich durch Rollen in 'Tatort', 'Sylter Geschichten' oder 'Die Rettungsflieger' einem Millionenpublikum bekannt gemacht. An seiner Seite agiert in dem Stück auch Karin Boyd. Sie begann ihre Karriere am Maxim-Gorki-Theater Berlin, daneben hatte sie erste Film- und Fernsehaufgaben für die ostdeutsche DEFA und das Fernsehen der DDR. Ihren Durchbruch als Darstellerin schaffte sie 1981 in István Szabós Oscar-prämiertem Film 'Mephisto' mit Klaus Maria Brandauer.
»Wenn die Leute von heute auf morgen aufhören würden, sich zu belügen, gäbe es kein einziges Paar mehr auf Erden. Und in gewisser Hinsicht wäre das das Ende der Zivilisation.«

