Villingen-Schwenningen

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Der Meister und Margarita

Dienstag, 13. März 2012, 20:00 Uhr

Schauspiel nach Michail Bulgakow

LTT
Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen

ABO III
und freier Verkauf

Der Meister und Margarita

Der Teufel hält Einzug in Moskau. Gut getarnt als Ausländer Voland, Artist und Professor für schwarze Magie, und begleitet von einem großen schwarzen Kater. Er stiftet einiges an Unruhe und Verwirrung im Stadtleben. Die Staatspolizei ist mit ihrer Macht am Ende. Menschen, die über die merkwürdigen Ereignisse berichten, werden kurzerhand ins Irrenhaus gesteckt.

Ein solcher 'Verrückter' begegnet dort dem sogenannten Meister: Einst Historiker an einem Moskauer Museum, gewann er zufällig 100.000 Rubel und begann ein neues Leben als Schriftsteller. Unsterblich verliebte er sich in die verheiratete Margarita. Von seinem Roman 'Pontius Pilatus' wurde allerdings nur ein Kapitel veröffentlicht, was ihn aber sofort in die Klauen der Zensur brachte. Statt verhaftet zu werden, ließ er sich freiwillig in eine psychiatrische Klinik einweisen und verlor darüber tatsächlich den Verstand. Margarita sah er nie wieder. Die allerdings hat nie aufgehört, den Meister zu lieben. Ein Gehilfe Volands macht es möglich, dass sich der Meister und Margarita auf einem Ball wiedertreffen.

Glauben und Wissenschaft, Gott und Teufel, Gut und Böse, Liebe und Tod sind die großen Themen dieses satirischen, witzigen, politisch subversiven Bilderbogens. Mit 'Der Meister und Margarita' hat Michail Bulgakow einen der wichtigsten Romane des 20. Jahrhunderts verfasst. 1928 begann er den ersten Entwurf, kurz vor seinem Tod 1940 diktierte er seiner Frau die letzte Korrektur in die Feder. Das Buch erschien erst 1966 und wurde ein sensationeller Erfolg. Allerdings sind seine Alltagsskizzen, Satiren und Theaterstücke von Stalins Zensurbehörde nahezu ausnahmslos kassiert worden und nur wenige Werke konnten zu Lebzeiten veröffentlicht werden. Ein Umstand, der Bulgakow psychisch und physisch ein lebenslanges Leiden eintrug.

»Nun gut, wer bist du denn? – Ein Teil von jener Kraft, die stets das
Böse will und stets das Gute schafft.«
Goethe, 'Faust'

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