Kultur und Bildung
Wissenschaft
Der Dibbuk
Dienstag, 22. November 2011, 20:00 Uhr
Dramatische Legende in vier Bildern von Salomon Anski
Mit Miriam Goldschmidt und Urs Bihler
Fassung: Bruce Myers
Regie: Miriam Goldschmidt
Schaubühne am Lehniner Platz Berlin
ABO I
und freier Verkauf
Ein Ehepaar sitzt beim Sabbatmahl und erinnert sich an die Geschichte eines jungen Mannes, der das Mädchen, das er liebte, nicht heiraten darf, weil ihr Vater sie nur mit einem reichen Herrn die Ehe eingehen lässt. Der junge Mann stirbt aus Verzweiflung. Bei der Hochzeit des Mädchens ergreift jedoch sein Geist von ihr Besitz. Als die beiden durch Magie wieder voneinander getrennt werden sollen, durchbricht das Mädchen freiwillig den Zauber, um mit dem Geliebten im Tod vereint zu sein.
Bruce Myers schuf eine neue Fassung des ursprünglich mehr als 20 Rollen umfassenden Stücks von Salomon Anski. Eine moderne Rahmenhandlung schlägt die Brücke zur Gegenwart, in welche die alte Legende verstörend einbricht und aus der sich eine fast unheimliche Intensität entwickelt. In der Welt der Leidenschaft, des Wahns, der Tragik und Komik übernehmen zwei Ausnahmeschauspieler alle Rollen: Miriam Goldschmidt und Urs Bihler, die bereits bei Tourneen in den 90er-Jahren begeistert gefeiert wurden. Sie haben die Aufführung im Lauf der Zeit immer wieder verbessert und zu 'ihrem' Glanzstück perfektioniert. Facettenreich und überzeugend wechseln die Akteure zwischen skurrilem Witz und zarter Poesie, Alltagsgeschehen und magischen Zwischenwelten. Die Sprünge zwischen Realität und Fantasie finden nur durch Körpersprache, Mimik und Sprachduktus statt.
Miriam Goldschmidt arbeitete seit ihrer Schauspielausbildung bei Jacques Lecoq in Paris unter anderem in Berlin, Frankfurt, Prag und München. Mit Peter Brook ging sie 1971/72 nach Afrika und reiste anschließend mit dem Brook-Ensemble durch Amerika, Australien und Europa. Als Schauspielerin arbeitete sie mit zahlreichen bedeutenden Regisseuren, darunter Fritz Kortner, Peter Stein, Luc Bondy, Claus Peymann und George Tabori.
»Großartiges Schauspieltheater. Miriam Goldschmidt verkörpert alle Nuancen zwischen schüchterner Zuneigung, Aufbegehren und quälender Besessenheit.«
Nürnberger Zeitung

