Kultur und Bildung
Wissenschaft
Der blaue Engel
Dienstag, 28. Februar 2012, 20:00 Uhr
Schauspiel nach dem Roman 'Professor Unrat' von Heinrich Mann und dem Film 'Der blaue Engel' von Josef von Sternberg
Fassung des Theaters in der Josefstadt Wien von Peter Turrini
Mit Gerd Silberbauer, Jörg Walter u.a.
Liedtexte und Musik: Friedrich Hollaender
Regie: Frank Matthus
Euro-Studio Landgraf
ABO I
und freier Verkauf
»Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt«, »Nimm dich in acht vor blonden Frau’n«, »Ich bin die fesche Lola...«: Mit diesen verführerischen Liedern, die bis heute jeder kennt, wurde die Verfilmung von Heinrich Manns Roman 1930 ein grandioser Erfolg und für Marlene Dietrich zum Ausgangspunkt einer Weltkarriere. Erstmals ist es nun möglich, 'Der blaue Engel' auf der Theaterbühne zu zeigen. Gefeierte Aufführungen bei den Bregenzer Festspielen 2009 und im Wiener Theater der Josefstadt machten die Zeitlosigkeit des Themas deutlich.
Gymnasialprofessor Immanuel Rath hat sein bisheriges Leben der Mission der Bildung untergeordnet. Ebenso pedantisch wie tyrannisch, wird er unter seinen Schülern und stadtweit nur 'Unrat' genannt. Bis er sich in einen verwirrend-fremdartigen Dunstkreis verirrt, in eine erotische Halbwelt: Im Etablissement 'Der blaue Engel' verdreht die leichtlebige Tänzerin und Sängerin Rosa Fröhlich, genannt Lola Lola, dem Professor den Kopf. Er verfällt ihr vollends, und obwohl Lola es nur auf sein Geld abgesehen hat, sieht Rath in ihr eine wahre 'Künstlerin'. Aus dem weltfremden Lehrer wird ein hemmungslos Liebender, er quittiert den Schuldienst, um Lola zu heiraten, verliert jeglichen Halt und geht jämmerlich zugrunde.
Die Rolle des 'Prof. Unrat' ist Gerd Silberbauer auf den Leib geschrieben. Wie atemberaubend er die Zerrissenheit eines Charakters darstellen kann, ist vielen Theaterbesuchern noch eindrücklich aus 'Die Schachnovelle' in Erinnerung. Dieses Stück hatte ebenfalls Frank Matthus inszeniert – eine äußerst fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Schauspieler und Regisseur findet nun bei 'Der blaue Engel' seine Fortsetzung.
»'Der blaue Engel' (...) riss das Premierenpublikum zu Ovationen hin, wie man sie in dieser Lautstärke und Intensität schon lange nicht mehr erlebt hat.«
Wiener Zeitung

