Villingen-Schwenningen

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Heimat- und Uhrenmuseum Schwenningen

Bauernstube im Heimat- und Uhrenmuseum

Der Fachwerkbau, ein ehemaliges Lehrerhaus aus dem frühen 18. Jahrhundert, gehört zu den ältesten in Schwenningen erhaltenen Gebäuden und dient seit 1931 als Museum. Die Sammlung bietet aktuell vier Schwerpunkte:

  • Alamannen an der Neckarquelle
  • Historische Bauernstuben
  • Schwarzwälder Uhren
  • Hellmut-Kienzle-Uhrensammlung

Im Erdgeschoss des Museums beschreibt seit März 2005 die Abteilung 'Die Alamannen an der Neckarquelle' das Leben und die historischen Zusammenhänge der in der Region Schwenningen ansässigen Menschen vor etwa 1.300 Jahren. Die ausgestellten Funde stammen aus dem Gräberfeld 'Auf der Lehr'. Im Mittelpunkt der Präsentation steht die Gesichtsrekonstruktion einer alamannischen Frau, deren Grab unversehrt vorgefunden wurde.

Im ersten Obergeschoss befinden sich Inszenierungen historischer Bauernstuben, die aus der Ursprungszeit des Museums in den 1930er Jahren stammen. Sie vermitteln die Lebensbedingungen in Schweningen im 19. Jahrhundert. Sie künden aber auch von den Vorstellungen der Museumsgründer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als man angesichts der rasanten Industrialisierung das bäuerliche Schwenningen zu rekonstruieren versuchte.

Vogtsleiesenhauses am heutigen Muslenplatz, © Stadtarchiv Villingen-Schwenningen

Das Heimatmuseum als Museum des 20. Jahrhunderts

Neue Dauerausstellung in Schwenningen eröffnet

Erstmals wird sich das 1931 eröffnete Museum auch mit seiner eigenen Geschichte beschäftigen und die Sammlung in den Zusammenhang ihrer Entstehung stellen.

In neuem Kontext gezeigt werden unter anderem die Gebäudemodelle von Jacob Lauffer. Seine von alten, abgebrochenen Schwenninger Häusern gefertigten Modelle werden zusammen mit Fotografien der Gebäude vor dem Abriss ausgestellt. Bis heute weitgehend erhaltener Kern des Heimatmuseums sind drei Bauernstuben. Auch Küche und Schusterwerkstatt haben sich in 80 Jahren Museumsgeschichte kaum verändert und werden weiterhin zu sehen sein.

„Ich möchte aufzeigen, wie die in den alten Inszenierungen zum Ausdruck kommende Hochschätzung der bäuerlichen und vorindustriellen Vergangenheit mit der Dynamik der Industrialisierung zusammenhängt“, so Ausstellungsmacher Michael Hütt.  Aus dem alltäglichen Leben der Menschen verschwunden, wurde die bäuerliche Lebensweise in das Museum übertragen, was sich in den Stuben und Modellen des Museums widerspiegelt.

Die Ausstellung möchte auch über die Schwelle des Hauses hinausweisen und das Museum mit seiner räumlichen Umgebung zusammen betrachten. Denn nirgendwo sonst lassen sich die Veränderungen im Stadtbild besser vergegenwärtigen als am Beispiel der radikalen Umgestaltung der Straße "Muslen" zum "Muslenplatz" gleich vor der Museumstür. Zeitgleich mit dem Abriss der alten Häuser dort wuchs im Museum die Zahl der Hausmodelle zu einer stattlichen Objektgruppe heran. Darunter sind acht Gebäude aus der unmittelbaren Umgebung des Museumstandorts: unter anderem das alte Rathaus, die Zehntscheuer, das Schulhaus, das Heimatmuseum selbst, die Stadtapotheke und das Vogtsleiesenhaus. In der neuen Ausstellung werden die Modelle so positioniert, wie es der Lage ihrer realen Vorbilder im Stadtbild entspricht. Außerdem wird durch den Blick aus dem Museumsfenster das heutige Stadtbild sichtbar.

Die neue Ausstellung würdigt auch die Verdienste von Christian Link, der seine Ehrenbürgerschaft 1953 ausdrücklich als Förderer des Heimatmuseums erhielt. Ergänzend zur von ihm gestifteten Biedermeierstube werden auch repräsentative Werke seiner 1953 der Stadt überlassenen Gemäldesammlung ausgestellt.

 

 

Johannes Jauch (Uhrschild). Rahmenuhr, Schwenningen 1859. Foto: Atelier Hugel
Johannes Jauch (Uhrschild). Rahmenuhr, Schwenningen 1859. Foto: Atelier Hugel

Das zweite Obergeschoss ist den Uhren gewidmet. Mit der Herstellung billiger Uhren für einen europäischen Markt begann im 18. Jahrhundert im Schwarzwald und in Schwenningen eine neue Epoche. Für Schwenningen war die Uhrenproduktion über zwei Jahrhunderte der alles bestimmende wirtschaftliche Dreh- und Angelpunkt. Die Ausstellung konzentriert sich auf handwerkliche Uhren aus Schwenningen und dem Schwarzwald.

Blick in die Hellmut-Kienzle-Uhrensammlung. Foto: Michael Kienzler
Blick in die Hellmut-Kienzle-Uhrensammlung. Foto: Michael Kienzler

Die 2010 eröffnete Ausstellung von hochwertigen Uhren des 16. bis 19. Jahrhunderts aus allen europäischen Uhrmacherzentren bietet eine repräsentative Auswahl aus der 'Hellmut-Kienzle-Uhrensammlung'.

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Heimat- und Uhrenmuseum Schwenningen
Amt für Kultur
Abteilung Museen
Kronenstraße 16
78054 Villingen-Schwenningen

Telefon 07720 / 82-2371
Telefax 07720 / 82-2377
E-Mail: heimatmuseum@
villingen-schwenningen.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag
13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Sonntag, Feiertag
11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Montag geschlossen

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Von Schaffhausen bis zum Schwarzwald. Fahrgäste haben ermäßigten Eintritt in die Schwenninger Museen.

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