Villingen-Schwenningen

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Stadtgeschichte bis 1800

Schatzkästlein einer traditionsbewussten Stadt

Antependium mit Marienkrönung, Französisch Flandern, um 1485. Bild: Brotz

In nur wenigen Städten konnte eine Stadtmauer über das 19. Jahrhundert mit seiner dynamischen Bevölkerungsentwicklung und Stadtplanung hinweg gerettet werden. Daher ist Villingen stolz auf die verbliebenen 1160 Meter des am meisten beeindruckenden profanen Bauwerks des Mittelalters, welches die malerische Innenstadt umrahmt.

 

Rosenkranz und Bruderschaftsbüchse der Bruderschaft der Villinger Schuhmacherknechte, 17./18. Jahrhundert. Bild: Brotz

Nicht minder stolz ist die Stadt auf die dank dem Geschichtsverständnis ihrer Bürger erhaltenen anderen kunst- und kulturgeschichtlichen Zeugnisse. Sie fanden Eingang in die 1876 gegründete Altertümersammlung, eine der ältesten stadtgeschichtlichen Sammlungen Baden-Württembergs. Ihre Höhepunkte, wie die mittelalterlichen Bildteppiche aus dem Klarissenkloster, sind heute im Franziskanermuseum ausgestellt. Aspekte des Alltags (Ernährung, Gastlichkeit und Spiel, Handwerk und Zünfte) werden in den archäologischen Funden aus dem Stadtgebiet lebendig. Auf 500 qm Ausstellungsfläche wird jedoch nicht nur dem Auge etwas geboten, sondern ebenso dem Geruchs-, Tast- und Hörsinn. Während in der inszenierten 'dunklen Küche' mittelalterliche Gewürze erraten werden können, wird anderswo die 'Spitalordnung' verlesen oder kann eine Kirchenglocke geschlagen werden.

 

 

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