Villingen-Schwenningen

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Schwarzwaldsammlung

Sogenannte Paradiesuhr mit Kuckuck um 1770–90

In der Zeitung warnten die Museumsdirektoren vor ihm, die Schwarzwälder Bauern hielten ihn für verrückt. Wo das Profil mit der Melone auftauchte, war kein alter Nachttopf, keine Spanschachtel sicher: Oskar Spiegelhalder sammelte ca. 10.000 volkskundliche Objekte und verkaufte sie größtenteils wieder an Museen. Um außer dem finanziellen Gewinn etwas für sich zu behalten, fotografierte er. Gewissenhaft dokumentierte er nicht nur die ergatterten Trophäen, sondern auch sein eigenes Leben.

Was sich im Nachlass erhalten hat, ergibt – versehen mit Spiegelhalders Kommentaren – das Bild einer ästhetisch äußerst sensiblen, wissenschaftlich interessierten und witzig-skurrilen Persönlichkeit.

Nach Spiegelhalders Tod 1929 kaufte die Stadt Villingen die letzte Sammlung. Im Franziskanermuseum gibt heute eine Auswahl dieser 2.600 Objekte einen Überblick über Leben und Arbeiten im Schwarzwald des 19. Jahrhunderts, ergänzt um faszinierende biographische Dokumente des Sammlers, die bisher als Schatz im Verborgenen gehütet wurden. Ein Schwerpunkt der Neupräsentation ist die Uhrensammlung mit der ältesten datierbaren Schwarzwalduhr von 1706. Eine Uhrmacherwerkstatt und zwei eingebaute Bauernstuben vermitteln Geschichte besonders lebensnah.

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Franziskanermuseum
Rietgasse 2
78050 Villingen-Schwenningen

Telefon 07721 / 82-2351
E-Mail: franziskanermuseum@
villingen-schwenningen.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag
13 bis 17 Uhr
Sonntag, Feiertag
11 bis 17 Uhr


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