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Keltisches Fürstengrab

Tod am Magdalenenberg

Heutige Ansicht des Magdalenenbergs südlich von Villingen.                        Bild: Franziskanermuseum
Heutige Ansicht des Magdalenenbergs südlich von Villingen.

Geheimnisse beflügelten schon immer Phantasie und Forschungsdrang. Der Magdalenenberg bei Villingen - vermeintlicher Hexentreff und Hort eines Schatzes - wurde 1890 erstmals Ziel einer Grabung. Die Wissenschaftler stießen auf ein keltisches Fürstengrab, stellten jedoch enttäuscht fest, daß es von Grabräubern geplündert worden war. 80 Jahre später störte der Archäologe Konrad Spindler, bekannt durch die Gletschermumie am Hauslabjoch ('Ötzi'), erneut die Grabesruhe des Fürsten. Das Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft ließ keinen Stein auf dem anderen und fand im Grabhügel 126 Nachbestattungen mit reichen Beigaben.

Bernsteinkollier, um 600 v. Chr., Bild: Landesdenkmalamt
Bernsteinkollier, um 600 v. Chr., Bild: Landesdenkmalamt

Die Grabkammer, die in das Jahr 616 v. Chr. datiert wird, ist der größte hallstattzeitliche Holzfund in Mitteleuropa und kann heute im Franziskanermuseum besichtigt werden. Zudem geben eine Vielzahl von Exponaten faszinierende Einblicke in das Leben einer schriftlosen Kultur: Amulette und Kinderrasseln, Rasiermesser und Nagelschneider zeugen von der Kontinuität menschlicher Grundbedürfnisse. Den Besucher erwarten ebenfalls ein Hügelmodell und ein Diorama, Originalfotos und -filme der beiden archäologischen Grabungen sowie eine Einführung in die am Magdalenenberg eingesetzten archäologischen Methoden wie beispielsweise Dendrochronologie und Anthropologie.

Neueste Forschungen wollen in der Anlage des beeindruckenden Gräberfeldes vom Magdalenenberg eine bewusste Orientierung am Sternenhimmel und damit ein astronomisches Bauwerk erkennen.

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/gesellschaft/159646/index.html

Fernsehbeitrag in nano, 12.01.2012

Keltenkalender in XXL

Nasa-Technik entschlüsselt Grabhügelfunktion

Archäologen haben in der Nähe des Schwarzwalds ein frühkeltisches Kalenderwerk in einem Fürstengrab entdeckt - 40 Jahre nach der eigentlichen Ausgrabung.

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