Villingen-Schwenningen

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Silbermann. Geschichte und Legende einer Orgelbaufamilie

Ausstellung vom 13. Mai bis 16. August 2006

Der Name 'Silbermann' steht im Orgelbau für höchste Qualität und musikalische Vollkommenheit. Noch heute kennen selbst Laien den Namen dieser sächsisch-elsässischen Orgelbauerfamilie des 18. Jahrhunderts. Dieses Phänomen beleuchtet eine gemeinsam vom Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen, dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe und den Straßburger Archiven erarbeitete Ausstellung. 
 
Die Ausstellung stellt die Orgel als das anspruchsvollste Instrument der mittel-europäischen Musikgeschichte vor. Originale Pfeifen, Blasebälge und Windladen geben Einblick in die spezifischen Bauweisen der Silbermannschen Werkstätten. Modelle, die von den Besuchern bespielt werden können, verdeutlichen die Funktionsweise einer Orgel.  

Die Orgelbauerfamilie Silbermann war in Regionen tätig, in denen im 18. Jahrhundert die wirtschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen für die Orgelproduktion im 18. Jahr-hundert besonders günstig waren. Dies war in Sachsen unter August dem Starken der Fall, im Elsass unter den französischen Königen Ludwig XIV. und Ludwig XV. sowie in dem von großen Klöstern geprägten Territorium des heutigen Baden. Hier konnte sich das Orgelbauhandwerk mit höchstem technischen und musikalischen Anspruch entfalten. Portraitiert werden Andreas (1678–1734), Gottfried (1683–1753) und Johann Andreas Silbermann (1712–1783) und weitere Familienmitglieder mit ihren Instrumenten, Entwurfszeichnungen und Dokumenten.

Den Mittelpunkt der Ausstellung bilden historische Originalzeugnisse, die sieben der vielbewunderten Instrumente vorstellen. Diese stehen exemplarisch für alle Silbermann-Orgeln. Es handelt sich um die Orgeln der Benediktinerabteien von Marmoutier im Elsass, St. Blasien und Villingen im Schwarzwald; außerdem die Orgeln aus den beiden großen protestantischen Kirchen St. Thomas in Straßburg und dem Dom St. Marien im sächsischen Freiberg sowie aus den Dorfkirchen in Meißenheim (Baden) und Ponitz (Sachsen). Sie werden in ihrer jeweiligen Werkgeschichte sowie unter musik- und kulturgeschichtlichen, konfessionellen und politischen Aspekten beleuchtet. 
 
Ruhm und Nachruhm der Orgelbauerfamilie Silbermann haben eine Reihe von Legenden hervorgebracht. Auch diesem Aspekt geht die Ausstellung nach und zeigt die wichtigsten Stationen der Silbermann-Verehrung. Sie dokumentiert damit anschaulich, dass der Name 'Silbermann' bis heute seinen Glanz bewahrt hat.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage zur Ausstellung

Franziskanermuseum
Amt für Kultur
Abteilung Museen
Rietgasse 2
78050 Villingen-Schwenningen

Telefon 07721 / 82-2351
Telefax 07721 / 82-2357
E-Mail: franziskanermuseum@
villingen-schwenningen.de

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