Villingen-Schwenningen

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Stadt lobt Joseph-Haberer-Preis aus

15.12.2015


In diesem Jahr zeichnete die Stadt die Theater-AG des Gymnasiums am Romäusrings und die Literatur-Werkstatt des Hoptbühl-Gymnasiums mit dem Joseph Haberer-Preis aus.

An dem Wettbewerb können Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 20 Jahren teilnehmen,
die eine Schule in Villingen-Schwenningen besuchen. Die Arbeiten können von Einzelpersonen oder Schulklassen bzw. Gruppen verfasst werden. Die Stadt möchte interessierte Jugendliche ermutigen,
an die Leiden der Opfer der Verfolgung während des Nationalsozialismus und an den Widerstand
gegen das NS-Regime zu erinnern und sich damit auseinanderzusetzen. Das Engagement für Demokratie und Toleranz sowie gegen Frendenfeindlichkeit und Rassismus beschränkt sich thematisch aber nicht nur auf das Dritte Reich. Auch Wettbewerbsbeiträge mit Bezug zur Gegenwart können eingereicht werden.

Hoptbühl-Schüler holen stille Helden aus der Anonymität

In diesem Jahr ging der Joseph Haberer-Preis  an die Literatur-Werkstatt des Hoptbühl-Gymnasiums und an die Theater-AG des Romäus-Gymnasiums. Die Schüler des Hoptbühl-Gymnasiums hatten in ihrem Projekt 'Stille Helden unserer Heimat' neun Kurzgeschichten über Menschen verfasst, die Widerstand gegen des Regime des Nationalsozialismus geleistet hatten und dabei historische Fakten mit literarischen Inhalten verknüpft. "Sie erzählen Geschichten des Alltags, lassen den Leser aber auch die Angst spüren, die permanent über diesem Alltag lag", stellte Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon in seiner Laudatio fest. Es sei wichtig, dass diese 'stillen Helden' Jahrzehnte nach ihrem Handeln ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt und so gewürdigt würden. "Viele dieser Menschen mussten auch nach 1945 still bleiben, denn die Erinnerung an ihre Taten war im wiedererstarkenden Deutschland auch nach Kriegsende lange Zeit nicht erwünscht", so OB Kubon bei der Preisverleihung im Alten Rathaus Villingen am 9. November.

Einmischen statt wegschauen

Die Theater-AG des Gymnasiums am Romäusring stellt in ihrem Stück 'Der letzte Ritter' einen Bezug zur aktuellen Flüchtlingsdebatte her. Das Schauspiel dreht sich um einen tragischen Helden, dessen idealistischer Einsatz für Menschen in Not sowie eine bessere Gesellschaft ohne Rassismus und Fremdenfeindlichkeit scheitert.

Gunter Volk, ein guter Freund des vor zwei Jahren verstorbenen Joseph Haberers, machte in seiner Rede deutlich, dass auch im Jahr 2015 Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus eine Bedrohung für die pluralistische Gesellschaft darstellen. "Es ist notwendig, dass wir alle mit offenen Augen und Ohren das Weltgeschehen in nah und fern verfolgen, dass wir wachsam sind und, falls wir einen Missstand feststellen, den Mund aufmachen und uns einmischen."

Die Preise für die siegreichen Wettbewerbsbeiträge werden durch Spenden finanziert. Diese können unter dem Stichwort „Joseph-Haberer-Preis, HHST. 32012.0 VW“ auf das Konto der Stadt Villingen-Schwenningen bei der Sparkasse Schwarzwald Baar IBAN DE31694500650000033407 überwiesen werden.



Mehr Informationen zum Joseph-Haberer-Preis

Die Rede von Gunther Volk zur Verleihung des Joseph-Haberer-Preises am 9.11.2015

Speech by Gunther Volk at the Joseph Haberer Prize award ceremony, Nov. 9 2015

Nr. 13/2016 vom 26.07.2016
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