Villingen-Schwenningen

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Fasnet im Heimat-und Uhrenmuseum

14.02.2012


Zylinder mit Fuchsschwanz (Reinhard Schrenk)

Zylinder mit Fuchsschwanz (Reinhard Schrenk)

Im Heimat- und Uhrenmuseum Schwenningen wurde nun eine Abteilung zur Fasnet in Schwenningen eröffnet. Damit ist das schmucke Museum um eine weitere Attraktion reicher.

Fasnet in Schwenningen? Die Geschichte ihrer Verbote unter württembergisch-protestantischer Herrschaft ist ebenso lang wie die der Belege für das kreative Umgehen der obrigkeitlichen Disziplinierungsversuche. Noch in den 1950er Jahren soll es Fenster gegeben haben, bei denen der Vorhang zugezogen wurde, solange draußen der Umzug vorbeizog. Gleichzeitig kam 1957 die erste Direktübertragung eines Fastnachtsumzuges im deutschen Fernsehen aus Schwenningen. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich die neue Abteilung. Sie behandelt die Vorgeschichte mit Importen aus Villingen und Sonderzügen nach Rottweil, die Erfindung eines eigenständigen Erscheinungsbilds in den 1930er Jahren und das rege Treiben seither. Neben den charakteristischen Figuren wie Hansel, Schantle, Hölzlekönig, Mooshexe oder Moosmulle bereichern einmalige und eher skurrile Originale die Ausstellung. Ein umgearbeiteter Mehlsack als Hanselhose zeugt von einfachem Anspruch und Improvisationskunst beim Häs, während die Kunststoffschemme für den (fehlgeschlagenen) Versuch steht, bei der Materialwahl dem Fortschritt Tribut zu zollen. Die Ausstellung entstand als Kooperation der Städtischen Museen mit der Schwenninger Narrenzunft, die bei der Konzeption und Realisierung erneut engagiert beteiligt war.

Zur Ausstellung wird für Kindergärten und Grundschulen ein museumspädagogisches Programm angeboten.

Anmeldung und Information bei den Städtischen Museen, Tel. 07721 / 82-2351.

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