Tourismus
Sport und Freizeit
Geschichte des Geländes
Der Bahnhof und das Bahngelände – Es entsteht eine Parklandschaft
Die Schwenninger Bahnstation und damit die Bahnlinie Rottweil-Villingen wurde im Jahr 1869 eröffnet. Das Bahnhofsgebäude konnte allerdings erst 1872 eingeweiht werden. Für Schwenningen, dessen Uhrenindustrie gerade aufzublühen begann, war der Anschluss an das nationale und internationale Schienennetz geradezu die Voraussetzung für die Entwicklung der Gemeinde zur größten Produktionsstätte für Uhren weltweit. Im Jahr 1907 betrug das Fahrgastaufkommen des Bahnhofs 436.410 Reisende. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs konnte der Güterverkehr enorm gesteigert werden.

- Gleisanlagen um 1920
In den 1920er Jahren erweiterte man das Bahnhofsgebäude, neue Güterabfertigungsbauten wurden hinzugefügt. 1938 hielten täglich 6 Güterzüge am Schwenninger Bahnhof. 1959 wurde der alte Bahnhof abgerissen und an derselben Stelle ein neuer Bahnhof gebaut. Seit den 1960er Jahren schwand die Bedeutung der Bahnstation, da immer mehr Güter auf der Straße transportiert wurden und infolge der Krise der Uhrenindustrie das Güteraufkommen stark zurückging. Im Individualverkehr gewann das Auto gegenüber der Bahn deutlich die Oberhand. In den 1970er Jahren gab es Überlegungen, die Bahnlinie Villingen–Schwenningen–Rottweil stillzulegen. Erst löste man die Güterabfertigung auf und in den 1980er Jahren wurden die Gütergleise abgebaut.
1992 konnte eine Bürgerinitiative die Schließung des Bahnhofs gerade noch verhindern. Erst die Einrichtung des Ringzuges brachte neue Perspektiven für die Bahnlinie und eine Belebung des öffentlichen schienengebundenen Nahverkehrs. Ein großer Teil des früheren Bahngeländes wurde für die Landesgartenschau 2010 in eine Parklandschaft umgewandelt.

- Auf dem ehemaligen Bahnareal entsteht eine Parklandschaft
Impressum
Text: Dr. Heinrich Maulhardt, Stadtarchiv
Bilder: Jürgen Schlenker, Werner Pfänder, Siegfried Heinzmann




